Costa Rica: Finca Bellavista

Von Kindheitsträumen und Schlafstörungen im Baumhaustraum

Wir sehen die eigene Hand nicht mehr vor Augen und das in der dunklen Nacht inmitten des Dschungels. Dafür haben wir aber das Gefühl, dass uns ganz viele Augenpaare anstarren. Und so begaben wir uns auf den Weg durch die dunkle Nacht vom Basiscamp der Finca Bellavista zu unserem eigenen Baumhaus.

Finca Bellavista

Die Finca Bellavista ist eine Baumhaus-Community in Costa Rica, die Kindheitsträume vom Leben in einem eigenen Baumhaus wahr werden lässt.

Im bergigen Dschungel des Nationalparks Piedras Blancas haben die Gründer und Besitzer Mateo und Erika ein Paradies für Abenteurer, Aussteiger und Naturverliebte aufgebaut. Ihren Gästen bieten sie mit ihrer Finca Bellavista die einmalige Möglichkeit, in den Baumkronen des Regenwaldes zu wohnen.

Die Baumhäuser sind dabei ebenso individuell und einzigartig wie die Erlebnisse in und mit der Community. Egal, ob 20m hoch über der Erde tief im Dschungel oder doch lieber in einem Haus am Basiscamp, ob luxuriös oder gemütlich eingerichtet, ob in eigener Küche gemeinsam kochen oder die Kochkünste im Restaurant genießen, ob beim gemeinsamen Feiern in der Happy Hour in der Rancho oder beim Schwingen entlang der Drahtseile über dem Dschungel, jedes Erlebnis ist und bleibt unvergessen.

Individuell und einzigartig nett sind auch die vielen Helfer, die das Urlauben und Leben in der Finca Bellavista erst möglich machen. Sie kommen aus Costa Rica, USA, Kanada oder Frankreich und kümmern sich, oft als Freiwillige oder Au-pair, um die Pflege der Baumhäuser, bewirtschaften den eigenen Garten, begleiten Gäste zu Ausflügen und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung.

Jeder Gast kann gemeinsam Aktivitäten erleben, aber auch einsam Plätze genießen. Wir genossen insbesondere das Baden in den nahegelegenen Badelöchern, die frische Brise des in der Trockenzeit eher kleinen Wasserfalls und das Lauschen der Stimmen des Dschungels während wir auf unserer Terrasse im Stuhl schaukelten.

Nicht für Jedermann

Das wunderbare und naturnahe Konzept ist jedoch nichts für Jedermann. Zum Einen gibt es klare Regeln, an die es sich in der Baumhaus-Gemeinschaft und im Sinne des Ökotourismus zu halten gilt und zum Anderen ist die Finca Bellavista kein All-Inclusive Resort oder Hotel. Die Baumhäuser haben keine Fenster (lediglich Netze), sie verfügen über Solarstrom (ist irgendwann aufgebraucht), sie können nicht abgeschlossen werden, es kann durchaus sein, dass tierische Gäste vorbeischauen, die Wege zu den Baumhäusern und zum Basiscamp sind steil und steinig und insbesondere in der tropischen Hitze von Costa Rica schweißtreibend. Die nächsten Baumhausnachbarn sind mindestens eine 15minütige Wanderung entfernt, es gibt keinen Handyempfang, kein Telefon, kein Fernsehen, keine Klimaanlage und kein Notfallknopf im Haus. Es wird empfohlen immer Gummistiefel zu tragen, die im Basiscamp auch ausgeliehen werden können. Hintergrund: oft sind Wege sehr feucht und glitschig, man kann auch trockenen Fußes durch tieferes Wasser waten und ist vor eventuellen Schlangenbissen besser geschützt.

Tierische Nachbarn

Diese Situation kann dann auch zu Schlafstörungen führen. Und diese hatten wir in unseren beiden Nächten in unserem Baumhaustraum definitiv:
Schon tagsüber waren wir uns nie so sicher, ob wir auf den von Laub bedeckten kleinen und engen Dschungelpfaden nicht versehentlich auf eine der vielen braunen Schlangenarten treten oder uns eine giftgrüne Natter von den Bäumen in den Nacken fällt. Dabei begegnete uns nicht ein einziges Mal eine Schlange. Der Einzige, der uns hätte gefährlich werden können, war ein Pfeilgiftfrosch. Doch dieser rote Frosch mit blauen Beinchen ist für Menschen definitiv nicht tödlich und hatte viel mehr Angst vor uns. Er wollte noch nicht einmal für ein Foto posieren.

In der dunklen Nacht wurde das Ganze dann noch ein wenig gruseliger. Schließlich sieht man die eigene Hand vor Augen nicht mehr:
Mit Taschen- und Kopflampen bewaffnet gingen wir auf die Jagd nach Nachtschwärmern und nachtaktiven Dschungelbewohnern. Und Gott sei Dank hatten wir bei der zweiten Nachtwanderung einen Guide dabei. Ohne ihn hätten wir keinen einzigen Bewohner entdeckt. Denn die meisten Tiere sind scheu, tarnen sich sehr gut oder verstecken sich im Dickicht. Einziger Nachteil der schon etwas teuren Nachtwanderung, wir haben unsere direkten Baumhaus-Nachbarn kennengelernt: Spinnen und Taranteln. Diese suchten in der Nacht dann auch direkt unsere Nähe und weckten uns mit ihrem achtbeinigen Lauf über unser Baumhausdach. Wir haben weder ihre Nähe, noch das Gespräch mit ihnen gesucht, zogen es dann aber doch vor, die Nacht schlaflos zu verbringen.

Trotz schlafloser Nächte ist die Finca Bellavista-Baumhaus-Gemeinschaft, das Angebot des naturnahen Lebens in Baumhäusern und Erlebens des Regenwald auf einmalige Art und Weise ein Geschenk und die herzlichen Menschen erfüllen nicht nur Kindheitsträume, sondern schenken Reisereichtum.

Weiter mit uns durch Costa Rica reisen könnt ihr auf unserem Roadtrip durch Costa Rica oder direkt den Koffer packen und in den Must-Haves lesen, was ihr einpacken solltet.

2 Gedanken zu “Costa Rica: Finca Bellavista

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