Kambodscha: 7 Fragen und 7 Antworten …

… zu Siem Reap

Eine fremde Stadt ist für uns immer ein Abenteuer. Dabei ist es völlig nebensächlich, ob diese in Europa, Asien, Amerika oder direkt um die Ecke liegt. Es bringt so viel Spaß eine Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, ihren Menschen und ihrer Vielfalt zu entdecken. Und natürlich passiert es auch mal, dass man völlig planlos durch das Gewirr der Straßen irrt. Und das ist gut so. Denn so lernen wir ganz oft andere Seiten der Stadt kennen, fernab von Touristenprogramm und Sehenswürdigkeiten. Dennoch macht es Sinn, sich vor dem Besuch mit der Stadt zu beschäftigen und sich mit den Besonderheiten auseinanderzusetzen.

Wir haben euch in unserer neuen Reihe „Fragen und Antworten“ 7 Fragen zu Siem Reap zusammengestellt und beantworten sie aus unserem Erfahrungsschatz und unseren Erinnerungen an unseren Besuch der quirligen Stadt im Januar 2014.

Frage 1: Wo liegt Siem Reap?

In Kambodscha. Siem Reap gilt als moderne Stadt in Kambodscha. Die Stadt verfügt über einen eigenen Flughafen und liegt in der Nähe des Tonle Sap Sees und der berühmten Tempelanlage Angkor Wat. Flugzeuge landen unter anderem aus Bangkok/Thailand, Ho Chi Minh/Vietnam, Vientiane/Laos und Singapur.
Wir sind mit dem Flugzeug aus Bangkok angereist. Viele Südostasien-Backpacker kommen mit dem Bus von Bangkok nach Siem Reap. Wir haben uns gegen diese Variante entschieden, da wir viele Berichte über Touristenfallen und -abzocken am Grenzübergang gelesen hatten.

Frage 2: Ist Siem Reap die Haupstadt von Kambodscha?

Nein, die Hauptstadt ist Phnom Penh, welche in ca. 320 km Entfernung liegt und mit dem Flugzeug, Bus, Auto, Taxi oder Boot von Siem Reap erreichbar ist. Wir haben Phnom Penh nicht besucht, da wir nach Vietnam (Ho Chi Minh) weitergereist sind. Die Hauptstadt soll aber auch einen Besuch wert sein.

Frage 3: Brauche ich ein Visum für die Einreise?

Wir haben unser Visum vor unserer Reise online beantragt. Dies verlief völlig problemlos. Nach Eingabe unserer persönlichen Daten sowie dem Hochladen eines Passfotos, erhielten wir nach 2 Tagen eine Email mit dem Visum. Dieses haben wir ausgedruckt, ausgeschnitten und in unsere Reisepässe getackert.
Alternativ kann das Visum direkt am Flughafen ausgestellt werden (Achtung: Passbild wird benötigt!) Es ist jedoch mit längeren Wartezeiten zu rechnen und dies kostet kostbare Zeit, die sich besser mit dem Entdecken der Stadt verbringen lässt als mit dem Warten auf das Visum im kleinen Flughafen.

Frage 4: Was gibt es dort zu sehen?

Das Highlight und häufigster Grund für den Besuch von Siem Reap ist die in der Nähe gelegene Tempelanlage um den größten südostasiatischen Tempel Angkor Wat. Aber auch Siem Reap ist sehenswert. Hier warten das Old French Quarter mit tollen Kolonialstilhäusern aus der Zeit der französischen Besetzung, der Old Market mit einer großen Vielfalt an Obst, Gemüse, Schmuck, Bildern, Fleisch, Taschen, Schals, Seide, getrocknetem Fisch, Gewürzen, einem Friseur und kleinen Essenständen und der Night Market mit jede Menge Textilien, Skulpturen, Cocktails, Souvenirs und Postkarten darauf entdeckt zu werden.
Ein buntes Nachtleben gibt es in der Pub Street. Die Partygasse mit ihren Pubs, die Fussball übertragen und dazu Bier und Krokodil-Burger servieren, erinnern eher an England als an eine mit In-Bars und Restaurants gefüllte Straße in Kambodscha. Für uns ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Tagsüber kann die schreckliche und leidvolle Geschichte Kambodschas unter der Diktatur von Pol Pot an einer Pagode mit einer Gedenkstätte für die vielen Millionen Opfer nachgelesen und nur marginal nachempfunden werden. Dies ist jedoch nichts für schwache Nerven. Die Gedenkstätte ist gefüllt mit Knochen und Köpfen der vielen Toten, die es zu Zeiten der Roten Khmer in Kambodscha gab. Ein Alternativprogramm sind die vielen Thai-Massageangebote oder die Fischmassagen. Die Einheimischen sind mittlerweile sehr gut auf die Touristen eingestellt. Es gibt in Siem Reap allerlei solcher typischen Touristenangebote, Reiseagenturen, die Ausflüge in die Umgebung anbieten sowie Restaurants mit Gerichten fernab der khmer und asiatischen Küche und Supermärkte mit westlichen Waren.

Frage 5: Was gibt es dort Typisches zu essen?

Ein typisches Gericht aus der Khmer Küche ist Amok. Das Nationalgericht ist ein Fischcurry mit Kokoscreme und wird mit typischen Gewürzen wie Zitronengras, Chili, Galgant und Kaffirlimettenblättern verfeinert. Amok gelaufen vor Gaumengenuss sind wir nach dem Verzehr nicht. Kosten solltet ihr das Nationalgericht jedoch in jedem Fall.
In Kambodscha haben wir auch zum ersten Mal frische Frühlingsrollen gegessen. Der Unterschied zu den frittierten ist, dass das Reispapier nur kurz im warmen Wasser eingelegt wird. Dann werden frischer Salat, Möhren, Salatgurken und Minze damit eingerollt und das Ganze mit einer Soße serviert.
Ein wenig verwundert waren wir über die vielen Gerichte mit Kürbis. Es gibt Fischcurrys mit Kürbis, Schweinefleisch mit Kürbis und gebackenen Kürbis auf den Speisekarten der khmer Küchen. Generell ist zu berichten, dass die Gerichte nicht so scharf sind wie man es zum Beispiel aus Thailand gewohnt ist.
Als Durstlöscher erhält man in Siem Reap Softdrinks mit Eiswürfel (zumeist aus Trinkwasser aus Flaschen, nicht aus dem Wasserhahn) und als Besonderheit Zuckerrohrsaft oder das in Kambodscha gebraute Angkor Bier.

Frage 6: Wie komme ich in Siem Reap von A nach B?

Das beste Fortbewegungsmittel ist, wie in fast ganz Südostasien, das TukTuk. Die Fahrer werben an jeder Straße und Ecke um die Gunst der Touristen. Um sich von der Masse abzuheben, wird das TukTuk auch mal gerne nett dekoriert, mit Decken ausgestattet und/oder in bunten Farben angemalt. Die meisten TukTuk Fahrer warten auch an Ort und Stelle, wo man abgesetzt wurde, und nehmen einen gerne – auch nach stundenlangem Warten – wieder mit zurück. Während ihrer Wartezeit unterhalten sie sich mit Kollegen oder packen ihre Hängematte aus und entspannen.

Frage 7: Wo kann ich übernachten?

Mittlerweile gibt es in Siem Reap jegliche Übernachtungsmöglichkeiten vom 5-Sterne-Luxushotel (z.B. Hyatt Regency) bis zum 5-US-Dollar-Zimmer. Wir haben uns für eine Unterkunft etwas entfernt vom Stadtzentrum entschieden. Generell ist es durch das rege Nachtleben und die steigende Anzahl von Touristen sehr laut im Stadtkern und um den Night Market herum. Um Ruhe und Erholung zu finden, empfiehlt sich das Palm Village Resort und Spa. Von hier kamen wir immer problemlos in kurzen TukTuk-Fahrten und zu jeder Tages- und Nachtzeit in die Stadt und wieder zurück und waren zeitgleich sehr nah am Tempel Angkor Wat untergebracht.

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Noch Fragen? Gerne in den Kommentaren.

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